Am heutigen Dienstag, 7. Juli, hat eine Mehrheit der Europäischen Abgeordneten der Reform der EU-Fluggastrechte zugestimmt, nachdem am 15. Juni nach monatelangen Verhandlungen eine interinstitutionelle Einigung gefunden wurde.
Das Europäische Parlament hat sich in den Verhandlungen über die Reform der EU-Fluggastrechte erfolgreich für die Interessen von Passagierinnen und Passagieren eingesetzt. Die erzielte Einigung verbessert die Rechte von Reisenden bei Flugverspätungen, sorgt für mehr Transparenz bei Zusatzkosten und stärkt den Schutz von Familien sowie von Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder mit einer Behinderung – inklusive Entschädigung für einen verletzten oder verlorenen Assistenzhund, Haftung für einen zerstörten Rollstuhl und ein Recht auf einen benachbarten Sitzplatz ohne zusätzliche Kosten für eine Begleitperson.
Tilly Metz, stellvertretendes Mitglied im Transport-Ausschuss, kommentiert:
„Fluggastrechte sind keine Nebensache: Millionen von Menschen sind jedes Jahr von Verspätungen, Ausfällen und versteckten Zusatzkosten betroffen. Das Europäische Parlament hat dafür gekämpft, dass Reisende besser geschützt werden und ihre Rechte nicht durch komplizierte Verfahren oder zusätzliche Gebühren ausgehöhlt werden.
Die erzielte Einigung verbessert die Rechte von Reisenden bei Flugverspätungen, sorgt für mehr Transparenz bei Zusatzkosten, stärkt den Schutz von Familien sowie von Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder einer Behinderung und stellt klar, dass grundlegende Reiseleistungen wie ein kleines persönliches Gepäckstück und ein Handgepäckstück nicht zu versteckten Zusatzkosten führen dürfen.
Nach jahrelangem Stillstand ist es gelungen, die europäischen Regeln zu modernisieren, ohne dabei die Interessen der Reisenden den wirtschaftlichen Interessen der Fluggesellschaften unterzuordnen. Das ist ein wichtiges Signal: Europa beweist, dass es Verantwortung übernimmt und konkrete Verbesserungen für Verbraucherinnen und Verbraucher im Alltag erreichen kann.
Für mich ist klar: Mobilität muss fair, zugänglich und verlässlich sein. Deshalb werden wir uns auch weiterhin für starke Fahrgast- und Fluggastrechte einsetzen. Wer reist, soll sich auf seine Rechte verlassen können – unabhängig davon, mit welcher Fluggesellschaft er unterwegs ist.
Gute Mobilität bedeutet aber nicht nur starke Fluggastrechte. Wir müssen auch nachhaltige Alternativen stärken und den europäischen Bahnverkehr ausbauen. Dazu gehören bessere grenzüberschreitende Verbindungen, mehr Nachtzüge und ein einfaches Buchungssystem mit einem europäischen Bahnticket, das Reisen über Ländergrenzen hinweg so unkompliziert macht wie die Buchung eines Fluges. So schaffen wir echte Wahlfreiheit für Reisende und verbinden Verbraucherschutz mit wirksamem Klimaschutz.”