Veggie-Burger gerettet, europäische Landwirte nicht ausreichend gestärkt


Am heutigen Donnerstag, 5. März 2026, hat das finale Verhandlungstreffen zwischen Rat, Kommission und Parlament zu dem Vorschlag der Kommission zur Stärkung der Position der Landwirtinnen und Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette stattgefunden. Bekannt wurde der Vorschlag vor allem durch die daraus entstandene Debatte über ein Veggie-Burger-Verbot. Während der Verhandlungen hat jedoch vor allem die eigentliche Essenz des Vorschlags gelitten: die Stärkung der Landwirtinnen und Landwirte.

Die konservative Berichterstatterin Céline Imart (EVP) konnte sich heute jedoch nicht gegen Kommission und Rat durchsetzen, die ein solch striktes Verbot nicht in ihren Positionen vorgesehen hatten. Die Begriffe „Wurst“ und „Burger“ haben damit überlebt, Bezeichnungen, die direkt mit einem Tier verbunden sind, z.B. „Leber“ oder „Steak“, werden künftig jedoch nicht mehr verwendet werden können. Frau Metz kommentiert:

„Der Veggie-Burger bleibt Veggie-Burger, und das ist auch gut so. Konsumentinnen und Konsumenten sind schließlich nicht naiv: Sie erkennen sehr wohl, was Fleisch und was kein Fleisch ist. Umso absurder also, dass veganes Hühnchen, Steak & co. dennoch bald umbenannt werden müssen.

Zu bedauern ist auch, dass sich das Parlament aufgrund dieser Kulturkampf-Debatte nicht stärker für die Stärkung der Landwirtinnen und Landwirte in der Lebensmittelkette eingesetzt hat, die aktuell sowieso unter wirtschaftlichem Druck stehen. Zumal es ja die europäischen Landwirtinnen und Landwirte sind, die die Produkte anbauen, die für die Herstellung vegetarischer oder veganer Produkte benötigt werden: Soja, Erbsen, Weizen und vieles mehr.

Die Konservativen, denen auch die CSV angehört, haben in den letzten Monaten wirklich alles gegeben, den Diskurs auf ihre symbolische Kulturkampf-Forderungen umzulenken und waren letztendlich sogar bereit, konkrete Verbesserungen für Landwirtinnen und Landwirte dafür einzubüßen. Für eine politische Fraktion, die sich den Schutz der Landwirtschaft groß auf das Aushängeschild schreibt, ist das ein eher erbärmliches Vorgehen.“

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