Tabaklobbyismus im Europäischen Parlament: Schutzmaßnahmen dringend nötig


Am Freitag, 13. Februar 2026, haben Tilly Metz, erste Vize-Präsidentin des Gesundheitsausschuss, und Nicolás González Casares (Spanien, S&D) einen Brief an Parlamentspräsidentin Roberta Metsola geschickt, der von zahlreichen Abgeordneten verschiedener Fraktionen unterzeichnet wurde. Darin fordern sie strikte Grenzen und Schutzmaßnahmen gegen den Einfluss der Tabakindustrie im Europäischen Parlament. Ziel ist es, die öffentliche Gesundheit bei der bevorstehenden Überarbeitung der Tabakproduktrichtlinie zu schützen.

Tilly Metz kommentiert:

„Es gibt einen grundlegenden Konflikt zwischen den Interessen der Tabakindustrie und der Gesundheit der Menschen. Europa verzeichnet die höchsten Tabakkonsumraten weltweit, doch Lobbyistinnen und Lobbyisten der Tabakindustrie hatten bisher deutlich mehr Zugang zu Abgeordneten als Vertreterinnen und Vertreter der öffentlichen Gesundheit – insbesondere innerhalb der EVP, der auch die CSV angehört. Es bedarf deshalb dringend strikte Grenzen und Schutzmaßnahmen für Tabaklobbyismus im Europäischen Parlament.

Es ist bedauerlich, dass politischer Druck innerhalb der EVP einige progressivere Kolleginnen und Kollegen davon abgehalten hat, diesen Aufruf zu unterstützen. Und auch in Luxemburg muss der kritische Umgang mit dem Thema weiter vorangetrieben werden. Unser Land kennt seine historischen Verbindungen zu diesem Sektor, und gerade deshalb müssen wir dem Lobbydruck widerstehen.

Wenn wir eine tabakfreie Generation bis 2040 erreichen wollen, darf die Industrie, die vom Suchtgeschäft profitiert, die Regeln nicht mitbestimmen. Wir rufen daher zu einer vollständigen Umsetzung der WHO-Richtlinien zur Tabakkontrolle auf, mit nur unbedingt notwendigen Kontakten und voller Transparenz.“

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