In der Nacht vom 9. auf den 10. Dezember, haben das Europäische Parlament, Rat und Kommission während des finalen politischen Trilogs eine Einigung für die Klimaziele für das Jahr 2040 gefunden.
Dem Kompromiss zufolge behält die EU ihr 90-Prozent-Ziel bei, doch fünf Prozentpunkte dürfen ab 2036 über internationale Kompensationsgeschäfte mit Entwicklungsländern gedeckt werden. Zudem können Staaten beantragen, weitere fünf Prozentpunkte auszulagern.
Tilly Metz, Mitglied des Umweltausschusses, kommentiert:
„Dass die EU am 90-Prozent-Ziel festhält, ist ein wichtiger Erfolg – auf weniger hätten wir uns im Kampf gegen die Klimakrise keinesfalls einlassen dürfen. Gleichzeitig bin ich mit den Ausnahmen, die nun möglich werden, nicht vollständig zufrieden, doch im derzeitigen politischen Klima war dies definitiv das ambitionierteste Ergebnis, das durchsetzbar war.
Klar ist: Eine Reduktion der CO₂-Emissionen um 90 % ist das absolute Minimum, wenn wir kommende Generationen nicht mit den Folgekosten unserer heutigen Untätigkeit alleinlassen wollen. Jede Verzögerung treibt die sozialen, ökologischen und ökonomischen Kosten weiter in die Höhe. Soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz gehören untrennbar zusammen.
Wir Grünen werden daher weiterhin genau hinschauen – auch bei unseren nationalen Regierungen. Auch Luxemburg muss jetzt die Ärmel hochkrempeln, wenn wir unseren Wohlstand und eine lebenswerte Zukunft sichern wollen.“