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Tierschutz und Tierrecht



Tiere sind fühlende, leidensfähige Wesen, die unseren Respekt und unseren Schutz verdienen. Dies wird nicht nur von vielen Bürgern spontan so empfunden, es ist auch in unserem nationalen Recht sowie im EU-Recht verankert. Schutz vor Schmerzen und Recht auf ein würdiges Leben steht allen Tieren zu; Haustieren, Wildtieren und sogenannten ‘Nutztieren’.

Europäischer Kontext

Haustiere – sie gehören zu den Millionen Haushalten in der EU und ihnen kommt sicherlich der stärkste rechtliche Schutz zu. Katzen- und Hundefelle und Häute dürfen in der EU nicht verkauft werden; dies muss streng umgesetzt und kontrolliert werden.

Die entsetzliche Behandlung von Straßenhunden und -katzen in manchen Mitgliedstaaten darf nicht einfach angenommen werden. Auch illegale Züchtung und Handel müssen stärker auf europäischem Niveau bekämpft werden, auch durch die Förderung der Adoption anstelle des Kaufes.

Für Wildtiere gibt es momentan rechtlich noch wenig Schutz – das muss geändert werden, auch auf europäischem Niveau. Der Schutz ihres Lebensraumes – unter anderem durch das Natura 2000-Netzwerk und der Direktive zum Schutz von Wildvögeln – sollte ausgebaut werden. Ich wünsche mir auf europäischem Niveau mehr Inititativen zur Einschränkung der Jagd – anstelle ihrer sollen vernünftige Programme für Wild- und Raubtiermanangement gefördert werden. Die EU muss stärker eingreifen um den illegalen Handel mit exotischen Tiere einzudämmen, und den Import von Jagdtrophäen verbieten. Auch für die Nutzung von Wildtieren im Entertainment-Bereich müssen endlich europäische Normen genommen werden.

‘Nutztiere’ – sie stellen wohl die Kategorie dar, zu der wir den kompliziersten Bezug haben. Tiere schützen und Tiere essen, dies ist für viele schwierig zu vereinbaren. Die meisten EU-Bürger wollen einen stärkeren Schutz für diese Tiere. Viele sind entsetzt über eine immer intensivere Massentierhaltung, immer längere Transporte von lebenden Tieren, immer mehr Schlachthof-Skandalen. Ich setzte mich ein für eine andere Gemeinsame Agrarpolitik, für die Förderung mobiler Schlachtung, für das Einführen von EU-Labels zur Haltung- und Schlachtungsweise sowie für vegetarische und vegane Produkte, und für die Förderung pflanzlicher Ernährung. Für makabere Traditionen wie Stierkämpfe oder Stierrennen sollte es in der EU in Zukunft keinen Platz, und vor allen keine Förderung mehr geben.

Ich setze mich ein für
  • stärkeren Schutz von Haus-, Wild- und ‘Nutztieren’

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