Brüssel/ Luxemburg, den 8. August 2019

Pressemitteilung 

Bericht Weltklimarat Klimawandel und Landnutzung: 

Grüne/EFA fordern neuen Vorschlag für Gemeinsame Europäische Agrarpolitik

Der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change der Vereinten Nationen, IPCC) schlägt in seinem heute vorgestellten Sonderbericht über Klimawandel, Wüstenbildung, Verschlechterung der Bodenqualität, nachhaltige Landbewirtschaftung und Ernährungssicherheit Alarm und verweist auf die dramatischen Folgen der weltweiten Abholzung für Menschen, Tiere, Umwelt und Klima.

Tilly Metz, grüne Europa-Abgeordnete und Mitglied im Umwelt- und Agrarausschuss, fordert die Europäische Kommission auf, einen neuen Vorschlag für die Reform der Europäischen Landwirtschaftspolitik vorzulegen:

„Der neue Bericht und die Klimaproteste Fridays for Future-Bewegung müssen allen ein Appell sein, dass wir beim Klimaschutz keine Zeit verlieren dürfen. Der Verlust von Wäldern und Böden bedroht Menschen, Tiere, Umwelt und Klima dramatisch.

Um Ernährungssicherheit zu garantieren und gleichzeitig die Klimakrise und den Verlust der Biodiversität in den Griff zu bekommen, brauchen wir eine nachhaltige Landwirtschaftspolitik und klare Regeln für den Schutz der Wälder und Böden. Die aktuelle Landwirtschaftspolitik ist ein Relikt aus den fünfziger Jahren- sie machte damals Sinn, führt jetzt aber in eine umwelt- und klimapolitische Sackgasse.

Wir brauchen und eine Gemeinsame Europäische Agrarpolitik, die in Klima-, Umwelt und Artenschutz investiert, und es den Landwirten möglich macht auf umwelt- und klimafreundliche Produktionsmethoden umzusteigen, statt Flächen und Agri-Monopolisten zu subventionieren. Der heutige Bericht zu Klimawandel und Landnutzung lässt sämtliche Alarmglocken läuten: Die Europäische Kommission muss die Verpflichtungen, die sie mit dem Pariser Abkommen eingegangen ist, ernst nehmen, und einen neuen Vorschlag für die Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik vorlegen!“

François Benoy, grüner Abgeordneter, Präsident der Umweltkommission und Vizepräsident der Landwirtschaftskommission, fügt hinzu:

Auch die Art und Weise wie wir in Luxemburg unseren Boden nutzen, kann den Klimawandel entweder eindämmen oder aber beschleunigen. Der neue Bericht des Weltklimarates verdeutlicht diesen Zusammenhang erneut. Der Schutz unserer Landschaften und der Natur, unserer Wälder und Böden ist deshalb von elementarer Bedeutung und muss weiter konsequent umgesetzt werden. Eine nachhaltigere Landwirtschaft spielt hier eine zentrale Rolle. Da die biologische Landwirtschaft deutlich ressourcenschonender ist als die konventionelle Landwirtschaft, müssen nun die richtigen Weichen in Richtung 20% Biolandbau bis 2025 gestellt werden. Ein neuer Bioaktionsplan mit den entsprechenden Mitteln zum Erreichen unserer Ziele ist der nächste entscheidende Schritt.“

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